Gerade jetzt, wo das Wetter nach einem lange Zeit zu kalten Frühling schön wird, würde es viele Familien zu Ausflügen in die Zoos und Tierparks ziehen. Einzig: Ein beispielloses Verwirrspiel der Regierung sorgt dafür, dass sich im Wochentakt die Regelungen ändern, unter welchen Voraussetzungen man diese überhaupt besuchen darf. Und obwohl die 7-Tages-Inzidenz so niedrig ist wie seit Anfang September nicht, schärfte die Regierung nun nach und erließ ihr 3G-Regime für alle.

  • Verwirrspiel der Regierung um 3G-Regel in Zoos & Tierparks, nach Nachschärfung gilt sie überall
  • Das Volk ist entzürnt, wirft Türkis-Grün „Machtspielchen“ und ähnliches vor
  • Umgehende Beendigung der Schikanen gefordert

Hin und Her: Jetzt gilt 3G-Pflicht in allen Zoos

Tierpark-Betreiber und potenzielle Besucher trauten ihren Augen wohl nicht, als sie erfuhren, dass mit 3. Juni plötzlich wieder eine für Zoos und Tierpark besteht. Hintergrund ist eine am 26. Mai mit Regierungsmehrheit im Zuge des „grünen Passes“ durchgewinkte Änderung der Corona-Regeln. Denn ein ursprünglich bestehender Passus, wonach die Überprüfung nur bei erwartbaren „länger andauernden Interaktionen mit anderen Personen“ gelte, wurde klammheimlich gestrichen!

Dabei hatten die Zoo- und Tierpark-Betreiber ausgerechnet wegen dieses Details noch kurz nach der vielgepriesenen „Öffnung“ aufgeatmet. Nachdem Zoobesuche – gerade bei weitläufigen Tierparks – in der Regel ohnehin mit ausreichendem Abstand zwischen Haushalten durchgeführt werden, konnten sie etwa zwei Wochen lang darauf verzichten und ohne Diskriminierung auch österreichische Familien einlassen, die sich dem 3G-Regime nicht unterwarfen.

Andere Zoos mit weniger Platz und hoher Frequenz sahen sich hingegen an die Regeln gebunden.Nach einiger Verwirrung schärfte die Regierung jetzt noch. Seit Donnerstag müssen jetzt alle zu Erfüllungsgehilfen der türkis-grünen Zweiklassengesellschaft werden. Ein Medium, das einer der Inseratenkaiser der Regierung ist, bezeichnete dies in der Vorwoche allen Ernstes als „Gleichstellung“. Dabei wäre diese auch durch Aufhebung für alle Betroffenen erreicht gewesen…

Das Volk hat kein Verständnis für diese Regel

Beim Volk kommt diese Neuerung gar nicht gut an. „Was die Damen und Herren in Wien aufführen ist schon gelinde gesagt eine Frechheit“, schreibt ein Nutzer unter dem Beitrag des beliebten Tierparks Altenfelden im Mühlviertel. So richtig einleuchten will die Verschärfung niemandem, wie eine andere Bürgerin darlegt: „Wäre super, wenn sich die liebe Regierung mal einig werden könnte…Wo ist es im Freien gefährlich, bei eurem weitläufigen Gelände?“

Die Meinung ist einhellig: „Wo will man sich in einem Tierpark anstecken? Alles reine Schikane damit sich nur möglichst viele des unerprobte Zeug spritzen lassen. De Regierung gehört weg, aber schnellstens, bevors nu mehr zu Grunde richten…“, schreibt eine dritte Nutzerin.

Eine weitere Dame pflichtet ihr bei: „Das sind reine Machtspielchen der Regierung, dass sie ihre ganzen Impfdosen anbringen! Sowas bescheuertes! Aber die Masse spielt mit!“

Widerstand gegen „Kindergarten“ aus Wien gefordert

Eine weitere erboste Bürgerin ruft die Tierpark-Betreiber sowie ihre Mitmenschen in die Pflicht, Widerstand gegen das planlose Vorgehen der Regierung zu leisten: „Herrgott, stellt euch doch mal auf die Füße! Das kann doch langsam nicht mehr wahr sein! Alle machen brav mit! Klar, dass Basti weiter !!“ Eine andere Nutzerin fühlt mit den Betreibern mit: „Das ständige Hin und her von Wien ist nur mehr ein lächerlicher schikanöser Kindergarten. Für euch tut es mir sooo leid, das ist echt ein Wahnsinn was ihr euch ständig mitmachen müsst.“

Schon als es das erste Mal so schien, als müssten auch Tierparks die 3G-Regeln befolgen – also vor der zeitweisen Abschwächung – war die Aufregung groß. So etwa in den Kommentaren unter einem Beitrag des Tierparks Haag, ein regelrechter Shitstorm gegen die Regierung entfaltete sich. Mit den Betreibern haben viele trotzdem Mitleid: „Tut mir echt leid für den Tierpark aber unter diesen Voraussetzungen kommen wir nicht. Ich sehe nicht ein die Schikanen der Regierung mitzumachen. Im Freien absolut lächerlich„, schreibt eine Nutzerin.

Überall im Lande großer Ärger über Sinnlos-Regelung

Egal in welchem Bundesland, die Reaktionen auf die Regel der Regierung, nur getestet, geimpft oder genesen in Tierparks und Zoos zu dürfen, sind dieselben: Es herrscht reges Unverständnis. In Kärnten ärgerten sich auch Oppositionspolitiker mit den Bürgern mit. FPÖ-Klubobmann Gernot Darmann forderte ein sofortiges Ende des „Wirrwars an Auflagen und Beschränkungen“. Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer bezeichnete das Vorgehen der Regierung als „höchst schikanös“ gegenüber Betreibern und Besuchern.

Egal ob Golf oder Zoo: Keiner versteht das 3G-Regime

Wie absurd die Regeln für die Freizeitgestaltung sind zeigt indes nicht nur die Lage in den Tierparks auf. Denn diese gilt auch für Strandbäder oder gar für Golfplätze, ungeachtet der Auslastung. Einer, der sich mit der Absurdität der Testpflicht konfrontiert sah, war auch der Innviertler Künstler Odin Wiesinger, einer breiten Bevölkerung auch als Lieblingsmaler des unlängst aus dem Amt als FPÖ-Chef zurückgetretenen Norbert Hofer.

Der Andorfer, einst sogar freiheitlicher Vorschlag für den Kulturbeirat in Oberösterreich, ehe ihn eine linke Schmutzkübelkampagne zum Rückzug noch vor Antritt bewegte, nahm den Umstand, sich für das Golfspiel auf einsamem Grün einem Corona-Test unterziehen zu müssen, mit einer gehörigen Portion Galgenhumor.

Der einzige Zeitgenosse, der ihm über den Weg lief, war nämlich ein putziger Igel.


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